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Artemis, hier die griechische Göttin im Louvre in Paris, nicht die Mondrakete
Artemis, hier die griechische Göttin im Louvre in Paris, nicht die Mondrakete Philippe Lissac/IMAGO
  • Die Nasa hat den Start ihrer Artemis-2-Mission am Samstag erneut verschoben, die Astronauten sollen nun frühestens im April zum Mond aufbrechen.
  • Artemis ist in der griechischen Mythologie nicht nur Göttin der Jagd und des Mondes, sondern auch zuständig für schwere Geburten.
  • Der Mythos besagt, dass Artemis bereits unmittelbar nach ihrer Geburt ihrer Mutter bei der Entbindung ihres Zwillingsbruders Apollon half.
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Die griechische Göttin stand nicht nur für den Mond, sondern war auch zuständig für schwere Geburten. Wie passend.

Von Jakob Wetzel

Erst gab es ein Problem mit dem Wasserstoff, nun mit der Helium-Zufuhr: Am Samstag hat die Nasa ein weiteres Mal den Start ihrer Artemis-2-Mission verschoben. Die Astronauten sollen jetzt frühestens im April aufbrechen, um den Mond zu umrunden. Und es zeigt sich: Die US-Weltraumbehörde hat unfreiwillig großes Geschick bei der Namenswahl bewiesen. Denn Artemis ist nicht nur die griechische Göttin der Jagd und des Mondes, sondern auch der schweren Geburt: Wenn Schwangere eine solche fürchteten, riefen sie Artemis an. Dem Mythos zufolge war die Göttin ein Naturtalent: Unmittelbar nach ihrer eigenen Geburt soll sie ihrer Mutter Leto bei der Entbindung ihres Zwillingsbruders Apollon geholfen haben, umringt von lärmenden Dämonen, also in einer insgesamt eher problembehafteten Gebärsituation. Manchmal gab es zwar Pannen: Im Jahr 356 vor Christus soll Artemis der makedonischen Königin Olympias bei der Geburt Alexanders des Großen geholfen haben – während sie abgelenkt war, zündete ein Brandstifter den großen Artemistempel in Ephesos an. Immerhin ging bei Alexanders Geburt dann alles glatt, womöglich ein gutes Omen für die Mondmission.

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