MeinungMünchenDie „Hauptstadt der Bewegung“ wird zur Stadt der Erinnerung

Kommentar von Linus Freymark

Lesezeit: 2 Min.

Jerusalem: Die Halle der Namen in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.
Jerusalem: Die Halle der Namen in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Fabian Sommer/Fabian Sommer/dpa

Es braucht Orte, die das Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen lebendig halten. Der Standort für das geplante Yad-Vashem-Zentrum ist deshalb klug gewählt.

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Gesellschaften sind vergessliche Gebilde. Und sie erinnern sich wie jede und jeder von uns lieber an das Gute als an Unliebsames. Dabei ist gerade die Auseinandersetzung mit den hässlichen Flecken der eigenen Geschichte essenziell, um es in Zukunft besser zu machen. Der deutschen Gesellschaft ist es inzwischen gelungen, die Erinnerung an die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes in ihrem kollektiven Gedächtnis zu verankern. Die Konsequenz daraus ist unter anderem das deutsche „Nie wieder“-Credo. Was bleibt, ist die Aufgabe für die Zukunft, die Erinnerung am Leben zu halten – gerade jetzt, wo es kaum noch Zeitzeugen gibt und die Rufe derer lauter werden, die die NS-Zeit relativieren wollen.

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Yad-Vashem-Zentrum in München
:Von der „Hauptstadt der Bewegung“ zur Hauptstadt der Erinnerung

In dem Zentrum am Karolinenplatz soll eine Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus stattfinden. Auch in Leipzig soll es eine Außenstelle geben.

Von Ulrike Heidenreich

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