MeinungPrantls BlickTausend Briefe voller Mitgefühl – einfach unterschlagen

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Von Heribert Prantl

Lesezeit: 4 Min.

(Foto: Kinofreund)

Vor genau 33 Jahren geschahen die rassistischen Verbrechen von Mölln, in der Folge wurde das alte Asylgrundrecht entsorgt. Daran erinnert der Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“, der derzeit in siebzig Städten gezeigt wird.

Der Dezember steht vor der Tür; es beginnt die Zeit der Weihnachtsmänner und der Nikoläuse. Ein besonders bitteres Nikolaus-Erlebnis ist jetzt 33 Jahre alt, es gehört ins Jahr 1992. Davon handelt ein Film, der jetzt in siebzig Städten der Bundesrepublik gezeigt wird. Er heißt „Die Möllner Briefe“ und erinnert an ein Verbrechen gegen migrantische Familien, das heute vor genau 33 Jahren geschah. Der Film erinnert daran, wie Staat und Gesellschaft auf dieses rassistische Verbrechen reagierten, bei dem am 23. November 1992 drei Mitglieder der Familie Arslan von Neonazis ermordet wurden: Die Schwester, die Cousine und die Großmutter von Ibrahim Arslan starben bei dem Brandanschlag von Neonazis auf das Haus Ratzeburger Straße 8 in Mölln. Ibrahim Arslan, eine Hauptfigur des Films, war damals sieben Jahre alt, er überlebte das Attentat, weil seine Großmutter, bevor sie selber verbrannte, noch ein nasses Bettlaken über ihn warf.

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