MeinungTarifpolitikBeim Mindestlohn hat der Kanzler nichts mitzureden

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Kommentar von Henrike Roßbach

Lesezeit: 1 Min.

Mit dieser Wahlkampagne im Jahr 2021 fing er an, der parteipolitische Wettbewerb um den Mindestlohn.
Mit dieser Wahlkampagne im Jahr 2021 fing er an, der parteipolitische Wettbewerb um den Mindestlohn.
Kay Nietfeld/dpa

Olaf Scholz wünscht sich einen Stundensatz von 15 Euro. Das freut natürlich jene, die wenig haben - und richtet doch immensen Schaden an.

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Der Kanzler hat der interessierten Öffentlichkeit diese Woche mitgeteilt, dass aus seiner Sicht der Mindestlohn demnächst auf 14 und dann auf 15 Euro steigen müsse. Die Weichen für einen "Respekt"-Wahlkampf 2.0 wären also gestellt, und faktisch hat Olaf Scholz ebendiesen damit eröffnet. Doch ausgerechnet der Kanzler, der so gerne Respekt für andere und natürlich sich selbst einfordert, zeigt null Respekt dafür, wie in diesem Land Löhne und Lohnuntergrenzen ausgehandelt werden: nämlich von den Tarifpartnern.

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