Spätestens seit der Demütigung Wolodimir Selenskijs im Oval Office gelten Besuche im Weißen Haus als Abenteuerreisen. Sie können gute Fotos hergeben, aber auch als PR-Unfälle enden. Am Donnerstag steht Friedrich Merz diese sonderbare Mutprobe bevor: Er trifft auf einen Präsidenten, der wegen seiner Egozentrik alle Vorbehalte rechtfertigt, aber als Chef des wichtigsten deutschen Verbündeten – allein schon militärisch – unverzichtbar ist. Immerhin genießt Merz bei dieser unmöglichen Aufgabe die Gnade des späten Besuchs: Er kann auf üppiges, teils verstörendes Videomaterial zurückgreifen, das bei Besuchen anderer Staats- und Regierungschefs entstanden ist.
MeinungDiplomatieWie Merz die Abenteuerreise ins Oval Office meistern kann

Kommentar von Nicolas Richter
Lesezeit: 2 Min.

Der Besuch des Kanzlers im Weißen Haus ist nicht ohne Risiko. US-Präsident Donald Trump könnte versuchen, ihn vorzuführen. Merz sollte deutlich antworten – und einen Fehler vermeiden.
