MeinungBundesregierungEin Kanzler, der im Ausland gehört wird, hat es auch daheim leichter

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Kommentar von Ulrich Schäfer

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Unterwegs in diplomatischer Mission: Bundeskanzler Friedrich Merz nutzt die Zeit im Sonderzug Richtung Kiew für Gespräche mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.
Unterwegs in diplomatischer Mission: Bundeskanzler Friedrich Merz nutzt die Zeit im Sonderzug Richtung Kiew für Gespräche mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Kay Nietfeld/dpa

Seine Mehrheit im Bundestag ist unsicher und wird es bleiben. Also muss der neue Kanzler sich auch anderswo Unterstützer suchen – in Deutschland, aber auch in Europa. Friedrich Merz ist die Pflege der internationalen Beziehungen erkennbar wichtiger als seinem Vorgänger.

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Die Häme ist immer noch groß über Friedrich Merz, den ersten deutschen Bundeskanzler, der zwei Wahlgänge benötigte, um endlich ins Amt zu gelangen. Ob aber Merz am Ende erfolgreich regieren wird, das wird nicht von den Wirren des 6. Mai 2025 abhängen – sondern davon, ob es ihm und seinem Vizekanzler Lars Klingbeil gelingt, eine wirklich große Koalition zu schaffen, die weit über die wacklige Bundestagsmehrheit von zwölf Stimmen hinausreicht.

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