MeinungRegierungsbildungDie Jusos und Merz könnten Schwarz-Rot noch verhindern

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Kommentar von Detlef Esslinger

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Sie arbeiten mit dem CDU-Vorsitzenden zwar nicht zusammen, aber viele wirken mit ihm zusammen: die Jusos, hier sortenrein eingekleidet.
Sie arbeiten mit dem CDU-Vorsitzenden zwar nicht zusammen, aber viele wirken mit ihm zusammen: die Jusos, hier sortenrein eingekleidet. Marijan Murat/dpa

Der SPD-Nachwuchs tut vor dem Mitgliederentscheid das, was man dort besonders gut kann: auf der reinen Lehre bestehen. Und der CDU-Chef hilft ihm auf seine Art dabei.

Friedrich Merz und die Jusos arbeiten nicht zusammen, doch sie wirken zusammen. Der CDU-Vorsitzende will am 6. Mai zum Kanzler gewählt werden, die Jusos und ihr Vorsitzender Philipp Türmer hingegen lehnen den schwarz-roten Koalitionsvertrag ab. Da zudem bereits eine SPD-Abgeordnete offen erwägt, gegen Merz zu stimmen, wäre von diesem nun zu erwarten, dass er auf alle Skeptischen in der SPD zugeht, dass er um sie wirbt. Zumindest sollte er sie nicht dezidiert verprellen – indem er einen höheren Mindestlohn sowie eine Entlastung niedriger Einkommen offen infrage stellt. Auf die Fragen danach hätte er gern konziliant herumreden können.

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