Friedrich Merz und die Jusos arbeiten nicht zusammen, doch sie wirken zusammen. Der CDU-Vorsitzende will am 6. Mai zum Kanzler gewählt werden, die Jusos und ihr Vorsitzender Philipp Türmer hingegen lehnen den schwarz-roten Koalitionsvertrag ab. Da zudem bereits eine SPD-Abgeordnete offen erwägt, gegen Merz zu stimmen, wäre von diesem nun zu erwarten, dass er auf alle Skeptischen in der SPD zugeht, dass er um sie wirbt. Zumindest sollte er sie nicht dezidiert verprellen – indem er einen höheren Mindestlohn sowie eine Entlastung niedriger Einkommen offen infrage stellt. Auf die Fragen danach hätte er gern konziliant herumreden können.
MeinungRegierungsbildungDie Jusos und Merz könnten Schwarz-Rot noch verhindern

Kommentar von Detlef Esslinger
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Der SPD-Nachwuchs tut vor dem Mitgliederentscheid das, was man dort besonders gut kann: auf der reinen Lehre bestehen. Und der CDU-Chef hilft ihm auf seine Art dabei.
