Meinung100 Tage Schwarz-RotMerz hat „CDU pur“ versprochen und „CDU Schorle“ geliefert

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Kommentar von Nicolas Richter

Lesezeit: 3 Min.

Mit Lars Klingbeil (links) kann Friedrich Merz gut (hier bei einer Kabinettssitzung am 6. August) – aber was ist mit der SPD?
Mit Lars Klingbeil (links) kann Friedrich Merz gut (hier bei einer Kabinettssitzung am 6. August) – aber was ist mit der SPD?
Ebrahim Noroozi/AP

Der neue Kanzler hat sich immer als konservativer Reformer inszeniert, nun muss er eher auf die SPD Rücksicht nehmen und Kompromisse in der Mitte schmieden. In seiner Koalition entfacht er damit wenig Begeisterung. Und bietet der AfD gleichzeitig viel Angriffsfläche.

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Mindestens ein Wunder ist im Kanzleramt schon zu bestaunen: Friedrich Merz strahlt so etwas wie Gelassenheit aus. Der neue Kanzler, der lange Zeit getrieben, reizbar und schnell beleidigt wirkte, hat sein Lebensziel endlich erreicht. Es ginge zu weit, Merz Lässigkeit zu bescheinigen. Aber er wirkt nicht mehr wie jemand, der unbedingt etwas werden möchte, sondern wie jemand, der endlich der ist, der er immer sein wollte.

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