MeinungBundespräsidentenWas Merkel überhaupt nicht beherrschte, war die Auswahl des Staatsoberhaupts

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Kommentar von Robert Roßmann

Lesezeit: 1 Min.

Christian Wulff, Merkels Kandidat für das Schloss Bellevue, ist 2012 als Bundespräsident zurückgetreten und ließ das Amt ziemlich ramponiert zurück.
Christian Wulff, Merkels Kandidat für das Schloss Bellevue, ist 2012 als Bundespräsident zurückgetreten und ließ das Amt ziemlich ramponiert zurück. Sean Gallup/Getty Images

Ex-Grünen-Chefin Renate Künast wünscht sich eine aktive Rolle der Altkanzlerin bei der Suche nach einer Nachfolgerin für Frank-Walter Steinmeier. Damit verklärt sie diese.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie groß die Begeisterung vieler Grüner für Angela Merkel ist. Die beiden Ex-Minister Renate Künast und Jürgen Trittin haben jetzt kundgetan, dass sie sich die Altkanzlerin als Bundespräsidentin vorstellen können. Dass sie aber akzeptieren müssten, dass Merkel nicht antreten wolle. Derlei Respektbekundungen sind zwar auch indirekte Sticheleien gegen den Merkel-Antipoden Friedrich Merz. Aber zumindest die Einlassung von Künast offenbart doch ein Merkel-Bild, das derart verklärt ist, dass im Vergleich dazu sogar die Autobiografie der Altkanzlerin ein kritisches Werk ist.

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