MeinungMedizinDie Solidargemeinschaft zahlt Milliarden für diesen unsäglichen Deal

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Kommentar von Christina Berndt

Was war da los im Bundesgesundheitsministerium? Interne Dokumente werfen Fragen auf.
Was war da los im Bundesgesundheitsministerium? Interne Dokumente werfen Fragen auf. Chris Emil Janssen/IMAGO

Geheimpreise bei Medikamenten: Die Bundesregierung hat sich unnötig den Forderungen eines Pharmakonzerns gefügt, zeigen interne Dokumente. Das hätte anders laufen können – und müssen.

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Jüngst hat Deutschland eine wichtige gesetzliche Regelung sausen lassen, mit der es bisher die galoppierenden Arzneimittelpreise unter Kontrolle hielt. Bis das Medizinforschungsgesetz vor wenigen Wochen den Bundesrat passierte, waren geheime Preiskungeleien von Pharmafirmen unmöglich. Die Konzerne mussten offenlegen, wie viel Geld ihnen die Krankenkassen für ihre neuen Medikamente noch zahlten, sobald deren tatsächlicher Nutzen evaluiert war. Das geschah zum Wohle der Kranken, des gesamten Solidarsystems und sogar anderer Europäer, deren Regierungen mit Blick auf die deutschen Preise ebenfalls Rabatte heraushandeln konnten. Mit dem neuen Gesetz sind nun Geheimpreise möglich, und das ist nur für Pharmakonzerne gut. Das Solidarsystem wird es Milliarden kosten.

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