Die SPD-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern veranstaltete Ende Juni ein Bürgergespräch in einem Hotel, das dem Ehemann ihrer Vizefraktionsvorsitzenden Christine Klingohr gehört. 15 000 Euro soll die Veranstaltung mit 250 Ehrenamtlichen, Bürgern, SPD-Abgeordneten und SPD-Kabinettsmitgliedern gekostet haben. Zu hundert Prozent finanziert aus Fraktions- und somit Steuergeld. Es habe keine Alternative zu diesem Hotel gegeben, heißt es bei der SPD, nachdem der Vorgang öffentlich wurde. Zuvor seien verschiedene andere Lokalitäten geprüft worden; "allerdings erfolglos". Belege für die anderen Anfragen wollte die SPD ausdrücklich nicht vorlegen. Das muss sie auch nicht. Sinnvoll wäre eine solche Transparenz trotzdem.
MeinungMecklenburg-VorpommernMit Pampigkeit kommt man da nicht weiter
Kommentar von Jana Stegemann

Ungewiss ist, ob bei der SPD im Nordosten Vetternwirtschaft herrscht. Gewiss ist: Sie erweckt den Anschein davon.
