Gewalt im Wahlkampf:Es ist richtig, jetzt entgeistert nach Dresden zu schauen

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Am Sonntag demonstrierten Menschen am Brandenburger Tor für Demokratie, Anlass waren die tätlichen Angriffe auf Politiker. (Foto: CHRISTIAN MANG/AFP)

Die Brutalität, die da in aller Hässlichkeit zutage trat, braut sich seit Jahren zusammen - und das liegt auch an der Politik selbst. Verantwortliche aller demokratischen Parteien sind nun gefordert.

Kommentar von Constanze von Bullion

Es hat jetzt ein großes Wehklagen eingesetzt. Die Politik zeigt sich schockiert, entsetzt, so als habe man die Sache nicht kommen sehen. Vom Bundespräsidenten über die Innenministerin bis weit hinein in die Parteien wird Abscheu über die Gewalt in Dresden geäußert. Wahlkämpfer von SPD und Grünen sind dort niedergeschlagen worden. Aber nicht nur dort, im ganzen Land bildet sich ein neuer Volkssport heraus: Politiker verhauen, gern auch Wahlhelferinnen und demokratisch Engagierte. Überraschung sollte niemand heucheln. Es ist eine Eskalation mit Ansage.

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