MeinungMigrationspolitikWas Markus Söder schafft: die Dinge mal eben schlechtzureden

Kommentar von Kurt Kister

Lesezeit: 2 Min.

Am Donnerstag am Tatort: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.
Am Donnerstag am Tatort: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Tizian Gerbing/dpa

Bayerns Ministerpräsident  zeigt nach dem Münchner Anschlag, dass er endlich schlauer sein will als Angela Merkel - und versucht, ihren berühmten Satz zu übertrumpfen.

Das meiste, was Politikerinnen und Politiker äußern, wird schnell vergessen. Besonders trifft dies für den Wahlkampf zu, zumal wenn der sich in einem Rad ständiger Wiederholung jeden Abend auf TV- oder Laptopbildschirmen abspielt. Manche Sätze aber bleiben. Angela Merkels: „Wir schaffen das“, gesprochen am 31. August 2015, ist so ein Satz. Mit „das“ war die Aufnahme von Kriegs- und anderen Flüchtlingen, aber auch von Wirtschaftsmigranten gemeint. Merkel verfolgte eine Politik der Offenheit, von der die heutige Union nichts mehr wissen will. Sie begründete es damit, dass Deutschland „ein starkes Land“ sei, das schon vieles geschafft habe.

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