Kriminalität:Wer in Deutschland Verbrechen begeht, soll sie in Deutschland absitzen

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Der Schreck sitzt tief: Kundgebung unter dem Motto „Mannheim hält zusammen“ nach der tödlichen Messerattacke auf den Polizisten. (Foto: dpa)

Nach der Tötung eines Polizisten in Mannheim will Innenministerin Faeser den Abschiebestopp nach Afghanistan prüfen. Ein Ticket in die Freiheit aber wäre die falsche Antwort auf solche Straftaten.

Kommentar von Constanze von Bullion

Ein Polizist ist in Mannheim getötet worden, mit gezielten Messerstichen in den Kopf. Der Tatverdächtige ist ein afghanischer Flüchtling, Familienvater, polizeilich nie aufgefallen. Er soll Kontakte in die islamistische Szene haben. Ein Fall ist das, so abstoßend wie bedrückend. Denn wenn stimmt, was Ermittler zutage gefördert haben, zeigt sich zum einen, wie extremistische Hetze die Köpfe Geflüchteter vergiften kann, ohne dass Behörden es bemerken. Zum anderen will die Politik jetzt Vergeltung üben, und zwar möglichst plakative.

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SZ PlusExklusivAngriff in Mannheim
:Handy liefert Verdacht auf islamistischen Hintergrund

Der Afghane, der in Mannheim mit dem Messer einen Polizisten tödlich verletzte, ist wohl ein religiöser Extremist, aber Einzeltäter. Der Fall stößt eine Debatte über Abschiebung auch in nicht sichere Länder an.

Von Markus Balser, Constanze von Bullion, Georg Ismar, Roland Muschel

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