Kaum beginnt das Gras in den Gärten zu wachsen, erwachen die Mähroboter zum Leben. Wie überdimensionale gewachsene Käfer kriechen sie kreuz und quer über die Grundstücke. Mähroboter sind neben eigenständig arbeitenden Saugrobotern eine der Roboterarten, die sich im Haushalt durchgesetzt haben. Der Heinzelmännchen-Faktor ist attraktiv. Das erste Patent auf den Gartengehilfen meldete der Amerikaner S. Lawrence Bellinger bereits 1969 an. Die Optik erinnerte an ein Mondlandegefährt, doch die Prinzipien sollten bleiben: ständig unterwegs, die zu mähende Fläche begrenzt durch Drähte im Boden. Mitte der 90er-Jahre präsentierte die Firma Husqvarna ein Modell, das sich bei sinkendem Ladezustand eigenständig zu einer Ladestation begibt. Zwischen den Ladephasen ist der von Eigentümern häufig liebevoll „Robby“ genannte Helfer dauernd unterwegs, schneidet das Gras und mulcht mit dem Gemähten den Rasen. Er gefährdet aber auch Insekten aller Art am Boden und kleine Igel, die er kaum erkennt. Der Deutsche Städtetag unterstützt daher nun die Forderung nach einem Nachtfahrverbot für Mähroboter. Damit der nachtaktive Igel, viele andere Tierarten und auch Nachbarn wenigstens ein paar Stunden ihre Ruhe haben.
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Praktischer Gartenhelfer, allerdings eine tödliche Gefahr für viele Tierarten. Deshalb wünscht sich der Deutsche Städtetag jetzt ein Nachtfahrverbot für solche Geräte.
Von Johanna Pfund
