MeinungNukleare AbschreckungMacrons Schutzschirm könnte schnell wieder zuklappen

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Kommentar von Nicolas Richter

Lesezeit: 3 Min.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wirbt seit Jahren für die „strategische Autonomie“ Europas.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wirbt seit Jahren für die „strategische Autonomie“ Europas. Blondet Eliot/Abaca/Imago

Frankreichs Präsident unternimmt einen ehrenvollen Vorstoß für eine europäische Atomabwehr. Deutschland aber muss sich fragen: Würde er im Ernstfall Paris opfern, um Berlin zu retten?

Atomwaffen verursachen einen Schaden, der unvorstellbar ist. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte am Montag, allein eines seiner Atom-U-Boote könnte so viel zerstören wie alle abgeworfenen Bomben im Zweiten Weltkrieg zusammen. Noch eindringlicher hat es einst der sowjetische Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow ausgedrückt. In einem Atomkrieg, sagte er, würden die Überlebenden die Toten beneiden. Solch apokalyptische Sätze beschreiben das Wesen der Abschreckung. Muss ein Angreifer mit einem Atomschlag seines Gegners rechnen, greift er gar nicht erst an. Diese Logik erklärt, warum Atomwaffen so begehrt sind: Sie können eine Lebensversicherung sein.

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Emmanuel Macron hält in dieser „Epoche des Wandels“ eine „fortgeschrittene Abschreckung“ für notwendig, auch für Europa. Die gesamte Entscheidung über Planung und Einsatz der nationalen Atomwaffen bleibt aber in Paris.

SZ PlusVon Oliver Meiler

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