Aktuelles LexikonWie funktioniert eine Standseilbahn?

Weltberühmt: die Standseilbahnen in Lissabon.
Weltberühmt: die Standseilbahnen in Lissabon. (Foto: Patricia de Melo Moreira/AFP)

Einst technisches Wunder, heute bei Touristen beliebt: Mit ihr lässt sich ein beträchtlicher Höhenunterschied überwinden. In Lissabon kam es nun zu einem schweren Unfall.

Von Max Fluder

Sie waren technische wie ästhetische Meisterwerke und von Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts in Europa schwer in Mode; jetzt sind sie bei Touristen beliebt. Standseilbahnen erlauben es Fahrgästen, in kurzer Zeit und mit wenig Körpereinsatz beträchtliche Höhenunterschiede zu überwinden. Das Prinzip ist simpel: Ein Motor zieht einen auf Schienen platzierten Wagen mithilfe eines Seils eine Anhöhe hoch. Häufig verkehren zwei Wagen auf parallel laufenden Gleisen, wobei der eine Wagen ein Gegengewicht zum anderen bildet. Das hält den Kraftaufwand gering. Wichtig ist: Im Gegensatz zu klassischen Seilbahnen wird der Wagen gezogen, nicht getragen. Und im Vergleich zu den berühmten cable cars in San Francisco lassen sich Standseilbahnen wiederum nicht vom Kabel lösen, um zu wenden oder anzuhalten. Die drei Standseilbahnen in Lissabon zählen weltweit zu den berühmtesten. Dort kam es am Mittwoch zu einem schweren Unfall mit mehr als einem Dutzend Toten. Auch die Bahnen in Paris-Montmartre, Budapest, Bergamo und Hongkong sind berühmt. Vielerorts wurden sie jedoch im Laufe des 20. Jahrhunderts ersetzt – durch autotaugliche Straßen, U-Bahnen oder klassische Aufzüge.

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