"Letzte Generation":Die Klimakleber sind keine Helden

Lesezeit: 3 min

Mitglieder der "Letzten Generation" demonstrierten auch vor dem Stacheldrahtzaun. (Foto: LGPB/aal.photo/Imago)

Und jetzt auch noch die Flughäfen in München und Berlin: Die Aktivisten überschreiten mit ihren Protesten die Grenze zur politischen Erpressung. Diese Radikalisierung wird die gesamte Klimabewegung schwächen.

Kommentar von Peter Fahrenholz

Die Anmaßung beginnt bereits beim Namen: Letzte Generation. Das soll erstens suggerieren, dass es sich um die letzte Chance handelt, die Welt endlich wachzurütteln. Und zweitens sendet der Name die Botschaft: Wir müssen es richten, weil alle anderen vor uns versagt haben. Beides ist falsch. Ja, das Schneckentempo beim Kampf gegen den Klimawandel ist zum Verzweifeln, die Menschheit müsste längst viel weiter sein. Aber das liegt nicht daran, dass sich bisher niemand engagiert hätte. Auf unzähligen Konferenzen hat sich die Staatengemeinschaft abgemüht, aber herausgekommen sind dabei leider nur viel zu zaghafte Schritte. Alle Fakten zum Klimawandel liegen seit Langem auf dem Tisch, bezweifelt nur von einer Minderheit aus hartnäckigen Leugnern.

Zur SZ-Startseite

SZ Plus"Letzte Generation"
:Hier klebe ich, ich kann nicht anders

Für die einen ist er ein Extremist, für die anderen ein Held. Jeder im Land hat eine Meinung zu Leuten wie Jakob Beyer von der "Letzten Generation". Unterwegs mit einem, der für seine Mission Weltrettung jeden Preis bezahlen würde, und wenn es zehn Jahre Haft sind.

Von Henrik Rampe

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: