MeinungJens SpahnEs gibt kein Recht auf ein Kind

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Kommentar von Annette Zoch

Lesezeit: 2 Min.

Jens Spahn (rechts) und sein Mann Daniel Funke sind per Leihmutterschaft in den USA Väter geworden.
Jens Spahn (rechts) und sein Mann Daniel Funke sind per Leihmutterschaft in den USA Väter geworden. Annette Riedl/dpa

Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten – und dafür gibt es gute Gründe. Der nun zurückgetretene CDU/CSU-Fraktionschef aber wollte dem Volk suggerieren: Ich kann machen, was ich will, und ich nehme mir, was ich will.

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Folgendes Szenario: Ein schwules Ehepaar wünscht sich sehnlichst ein Kind. Aber das Geld ist knapp, die Wohnung teuer, die beiden sind, sagen wir, Busfahrer und Krankenpfleger. Im Jahr 2020 schlägt nun die FDP vor, Leihmutterschaft teilweise zu legalisieren und die altruistische Variante zu ermöglichen, also jene, bei der eine Frau das Baby aus Hilfsbereitschaft austrägt. Aber das von Jens Spahn geführte Gesundheitsministerium sagt Nein. „Die damit verbundenen besonderen Schwierigkeiten bei der Selbstfindung des Kindes lassen aus Sicht des Gesetzgebers negative Auswirkungen auf dessen Entwicklung befürchten“, antwortet das Ministerium im April 2020 auf eine Anfrage der FDP.

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