Aktuelles Lexikon:Lastenfahrrad

Aktuelles Lexikon: Manche Kommunen fördern Lastenräder nicht nur, indem sie entsprechende Parkplätze ausweisen, sondern bezuschussen die Anschaffung auch finanziell.

Manche Kommunen fördern Lastenräder nicht nur, indem sie entsprechende Parkplätze ausweisen, sondern bezuschussen die Anschaffung auch finanziell.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Das umweltfreundliche Transportmittel findet immer mehr Nutzer. Und leistet gute Dienste auf dem Weg in den Kreißsaal.

Von Marco Völklein

Ob Kinder oder Krempel - wer als umweltfreundlich orientierter Mensch größere Lasten zu transportieren hat, der setzt (sich) gerne aufs Lastenfahrrad. Dabei handelt es sich meist um ein zwei- oder dreirädriges Gefährt mit einer großen Kiste vorne, in der Eltern ihren Nachwuchs oder den Wochenendeinkauf verstauen können. Und weil eine solche Fuhre mitunter ein ziemliches Gewicht aufweist, ist in drei von vier verkauften Lastenrädern mittlerweile eine zusätzliche Trethilfe in Form eines Elektromotors verbaut. Vor allem in deutschen Großstädten finden solche Cargobikes immer mehr Verbreitung: Nach Angaben des Branchenverbands ZIV wurden allein im Jahr 2020 bundesweit etwas mehr als 103 000 Lastenräder abgesetzt; das waren 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bund und einige Länder sowie zahlreiche Kommunen fördern mittlerweile den Kauf eines Lastenrads finanziell. In Neuseeland ist die Grünen-Abgeordnete Julie Anne Genter nun mitten in der Nacht mit einem Lastenrad zur Geburt ihres zweiten Kindes in die Klinik gefahren. Eigentlich war geplant, dass ihr Lebensgefährte treten und sie vorne Platz nehmen sollte. Doch wegen einer großen Tasche, die auch noch mit auf das Gefährt musste und das Gewichtslimit gesprengt hätte, radelte die 41-Jährige einfach selbst.

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