Armin Laschet:Ein Satz aus Angst

Flüchtlinge kommen nach Tröglitz

Aus Afghanistan nach Naumburg, Deutschland - hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2015.

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

"2015 darf sich nicht wiederholen", sagt nun der Kanzlerkandidat der Union. Abgesehen davon, dass dies unwahrscheinlich ist: Warum eigentlich nicht?

Kommentar von Gökalp Babayiğit

Ob Politik funktioniert oder nicht, ist zu einem erheblichen Teil eine Frage der Kommunikation: was jemand sagt und tut und wie man verstanden wird. Armin Laschet hat in den vergangenen Tagen auch richtige Dinge gesagt - lässt man mal außer Acht, dass er all dies auch schon vor Wochen hätte sagen können, als sich die Afghanistan-Katastrophe bereits abzeichnete. Laschet machte konkrete Vorschläge, was zu tun sei: Er warb für eine Luftbrücke, über die "so viele Ortskräfte wie möglich" in Sicherheit gebracht werden sollten. Und er stellte das Schicksal der Frauen in den Vordergrund, die im nun wieder von den Taliban kontrollierten Land Furchtbares erwartet. Aber Armin Laschet sagte auch: "2015 darf sich nicht wiederholen." Ein Satz, der in vielerlei Hinsicht problematisch, vielleicht sogar schändlich ist.

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