Shabana Mahmood, seit gerade mal zweieinhalb Monaten britische Innenministerin, wäre am liebsten zwei Personen in einer: good cop und bad cop. Sie will empathisch sein und gleichzeitig hart gegenüber Geflüchteten, sozialdemokratisch verständnisvoll und konservativ-rechts kompromisslos. In der Logik der aktuellen politischen Realität mag das nachvollziehbar sein. Aber Mahmood geht mit ihrer neuen, radikalen Asylpolitik ein Risiko ein, das dem eines Seiltänzers gleicht: beeindruckend, wenn es gelingt, aber mit dramatischen Folgen, wenn nicht.
MeinungGroßbritannienLabour muss aufpassen, sich nicht mitreißen zu lassen von der Dämonisierung der Flüchtlinge

Kommentar von Michael Neudecker
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Die Mitte-links-Regierung steht beim Thema Asyl unter massivem Druck – und versucht zwei völlig gegensätzliche Strategien zugleich. Das ist mindestens riskant.