MeinungKubaDer sozialistische Traum ist ausgeträumt

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Kommentar von Jan Heidtmann

Lesezeit: 3 Min.

Venceremos? Schon lange nicht mehr: Der ehemalige kubanische Präsident Raúl Castro 2024 während seiner Rede auf der Veranstaltung zum 65. Jahrestag des Sieges der Revolution:
Venceremos? Schon lange nicht mehr: Der ehemalige kubanische Präsident Raúl Castro 2024 während seiner Rede auf der Veranstaltung zum 65. Jahrestag des Sieges der Revolution: Ismael Francisco/Ismael Francisco/AP/dpa

Das sozialistische Sehnsuchtsprojekt in der Karibik ist dem Ende geweiht und steht im Visier von Donald Trump. Aber ruiniert hat es sich ganz von selbst.

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Endspiel in Havanna: Die Tage des sozialistischen Kuba, dieser Sehnsuchtsinsel der Linken seit fast 70 Jahren, sind gezählt. Der Traum von einem besseren Weg im Schatten der grobkapitalistischen USA ist ausgeträumt. Wie lange es noch dauern wird, das weiß vermutlich nicht einmal US-Präsident Donald Trump, der einen Ölboykott über die Insel verhängt. Aber er hat recht, wenn er über Kuba sagt: „Ich glaube, ich kann damit machen, was ich will.“ Seine mittelalterlich anmutende Strategie des Aushungerns und ein massives Militäraufgebot mitsamt einem Flugzeugträger vor der Küste haben den Widerstand in Havanna nahezu erstickt. Jetzt geht es nur noch darum, auf welche Art das Regime abdankt. Es wurde auch Zeit.

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