MeinungSicherheitspolitikDer Pazifismus ist nicht tot, sondern nötiger denn je

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Kommentar von Wolfgang Janisch

Lesezeit: 3 Min.

In einer Welt voller Kriege ist es still geworden um die Friedensbewegung: Auch die Ostermärsche 2025 fanden nur begrenzten Zulauf, wie hier in Berlin.
In einer Welt voller Kriege ist es still geworden um die Friedensbewegung: Auch die Ostermärsche 2025 fanden nur begrenzten Zulauf, wie hier in Berlin. Sebastian Gollnow/Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Hilft gegen Russlands Feldzug nichts anderes als Aufrüsten, gegen Irans nukleare Träume nur noch die Zerstörung der Atomanlagen? Hinter solchen Ratschlägen steht ein großes Missverständnis.

Der Krieg beherrscht die Weltbühne mit all seinen Gesichtern: als qualvolle Zermürbungsschlacht in der Ukraine, als humanitäre Katastrophe in Gaza, als beklemmende Demonstration militärischer Überlegenheit in Iran. Es ist eine Situation eingetreten, die geradezu nach Frieden schreit, weil die Toten längst in Zehntausenden gezählt werden. Und doch ist es um den Pazifismus merkwürdig still geworden. Im 65. Jahr der Ostermärsche waren dieses Mal nur ein paar Tausend Menschen unterwegs, auch danach blieben die Straßen leer, auf denen in den Achtzigerjahren Hunderttausende für den Frieden demonstriert hatten. Ist die Friedensbewegung schon im Ruhestand?

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