Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ist seit ihrem Amtsantritt kaum durch eigene Ideen aufgefallen. Sie spart bei Gesundheit und Pflege, wenn Kanzler oder Finanzminister das verlangen. Oder sie führt die von ihrem hyperaktiven Amtsvorgänger angestoßenen Reformen fort. Nur bei einer Sache hat sie eigene Akzente gesetzt: beim Primärarztsystem. Wenn es nach Warkens Willen geht, sollen Patientinnen und Patienten nicht mehr von einem Facharzt zum nächsten irren und deren Wartezimmer fluten, sondern vom Primärarzt gesteuert werden. Primärarzt heißt in der Regel: Hausärztin oder Hausarzt.
MeinungNeue Regeln zur KrankschreibungMedizinischer Nutzen: null, ökonomischer Sinn: fraglich

Kommentar von Rainer Stadler
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Die Reformpläne der Bundesregierung bedeuten Hunderttausende Besuche mehr bei den Hausärzten. Das gefährdet auch das Lieblingsprojekt der Gesundheitsministerin. Sie sollte jetzt ihr Veto einlegen.
