MeinungKosovoFür die EU sind die USA mehr Rivale als Verbündeter auf dem Balkan

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Kommentar von Tobias Zick

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US-Präsident Donald Trump beschimpfte Kosovos Regierungschef Albin Kurti als „Desaster“.
US-Präsident Donald Trump beschimpfte Kosovos Regierungschef Albin Kurti als „Desaster“. Armend Nimani/AFP

Washington mischt sich ungewöhnlich stark in den kosovarischen Wahlkampf ein. Europa konkurriert in der Region nun nicht mehr nur mit China und Russland.

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Wie sehr sich Amerikaner und Europäer jeweils auf dem Balkan engagieren, ist stark konjunkturabhängig. Als in den frühen Neunzigern der kriegerische Zerfall Jugoslawiens begann, waren die USA mit dem ersten Golfkrieg sowie mit den Umbrüchen in der Sowjetunion beschäftigt. Es kam ihnen gelegen, dass die gerade entstehende Europäische Union ihren außenpolitischen Ehrgeiz auf die neuen Krisenherde in ihrer Nachbarschaft lenkte. Erst als sich zeigte, dass die europäische Diplomatie vor allem dem serbisch-nationalistischen Wüten nicht gewachsen war, griffen die Amerikaner in Bosnien und später in Kosovo ein.

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