MeinungKrankenkassenEs muss wehtun

Von Michaela Schwinn

Lesezeit: 2 Min.

Debatte um eine Kontaktgebühr: Sind es wirklich die Patienten im Wartezimmer, welche die meisten Kosten verursachen?
Debatte um eine Kontaktgebühr: Sind es wirklich die Patienten im Wartezimmer, welche die meisten Kosten verursachen? (Foto: Christian Charisius/dpa)

Mit einer Gebühr pro Arztbesuch will der Chef der Kassenärzte die Finanznot im Gesundheitswesen bekämpfen. Die Idee mag gut klingen – nötig wären aber viel einschneidendere Reformen.

Ist das Gesundheitssystem noch zu retten? Nahezu wöchentlich denkt sich jemand etwas Schlaues dazu aus. Nun also eine Kontaktgebühr: Jeder Patient, jede Patientin könnte ja drei oder vier Euro pro Arztbesuch zahlen, schlägt Kassenärzte-Chef Andreas Gassen vor. So ließe sich immerhin ein wenig Geld im Gesundheitssystem sparen, ein kleiner Beitrag für die maroden Krankenkassen. Sie schreiben tiefrote Zahlen, was jetzt zum Jahreswechsel auch die Versicherten zu spüren bekommen: Mal wieder erhöhen viele Kassen ihre Beiträge – obwohl Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erst kürzlich hoch und heilig das Gegenteil versprochen hatte.

Zur SZ-Startseite
00:42

Streit um erhöhte Beiträge: Gesundheitsministerin Warken kritisiert Krankenkassen

Trotz Sparpaket mit Ausgabenbremsen bei den Kliniken kommen zum 1. Januar auf Millionen Versicherte Beitragserhöhungen zu. Die Bundesgesundheitsministerin äußert Unverständnis.

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: