Eine alte Weltordnung bricht gerade zusammen. Die Zweifel an der Zuverlässigkeit der USA wachsen immens. Die Bundeswehr hat viel nachzuholen, die Zeit drängt. Denn Zeit ist ein Faktor, den man mit Blick auf ein aggressives Russland nicht hat. Daher wagt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) etwas Neues. Es ist fast schon revolutionär, dass bei der Beschaffung von Kampfdrohnen nicht wie früher in jahrelangen Prozessen auf die Goldrandlösung, also das perfektionistische System gesetzt wird, sondern dass von zwei jungen deutschen Unternehmen diese Drohnen noch „vor Abschluss der munitionssicherheitstechnischen Qualifikation“ gekauft werden sollen.
MeinungBundeswehrGewinnt ein Antidemokrat Einfluss auf die deutsche Verteidigungsfähigkeit?

Kommentar von Georg Ismar
Lesezeit: 1 Min.

Zu Recht macht die Bundesregierung bei der Beschaffung von Kampfdrohnen hohes Tempo. Aber an einer der voraussichtlichen Lieferfirmen ist ein höchst problematischer Investor beteiligt.

Exklusiv Bundeswehr:Pistorius’ Drohnen-Deal und die unklare Rolle von Investor Peter Thiel
Der Haushaltsausschuss des Bundestags soll einen Milliarden-Einkauf von Kampfdrohnen billigen. Das Rüstungsunternehmen mit Trumps Kumpel Peter Thiel als Investor bekäme überraschend den größten Anteil des Auftrags. Der Widerstand dagegen wächst.
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