Von Anfang an war die offizielle Version merkwürdig gewesen vom „Syndrom des plötzlichen Todes“, das die Gefängnisleitung der Mutter von Alexej Nawalny genannt hat. Der Leichnam, den Ljudmila Nawalnaja erst nach mehreren Tagen sehen durfte, nachdem sie einige Male von den Behörden abgewiesen worden war. All dies spielte sich in der Eiseskälte des Arktisgebiets Jamal ab, wo Russlands bekanntester Oppositionspolitiker im Straflager „Polarwolf“ vor zwei Jahren gestorben ist, angeblich eines natürlichen Todes. Eine Mär, wie schon damals viele dachten. Und was sich nun mit der internationalen Laboranalyse bestätigt: Nawalny wurde demnach höchstwahrscheinlich vergiftet.
MeinungMord an NawalnyEin Regime zeigt sein wahres Gesicht

Kommentar von Frank Nienhuysen
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Jetzt ist es wohl bestätigt: Putins Diktatur hat ihren bekanntesten Kritiker in der Haft mit einem tückischen Gift ermordet. Doch diese Erkenntnis wird in Russland wohl wenig ändern.

Giftmord:Europa macht Russland für den Tod von Nawalny verantwortlich
Zwei Jahre nach seinem Tod in einer russischen Strafkolonie ist es nun gewiss: Wissenschaftler haben das hochgiftige Epibatidin im Leichnam des Oppositionellen nachgewiesen. Seine Witwe Julija Nawalnaja hofft, dass Putin vor Gericht kommt.
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