MeinungZweiter WeltkriegGedenken an die Verbrechen in Korea? Nicht mit Japans konservativer Regierung

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Kommentar von David Pfeifer

Lesezeit: 2 Min.

Welche Traumata die Besatzungsherrschaft 1910 bis 1945 in Korea hinterlassen hat, kommt in den japanischen Schulbüchern wenig vor. Das Bild entstand 2018 in Seoul, wo an das Schicksal der „Trostfrauen“ erinnert wurde, die als Zwangsprostituierte für Japans Soldaten missbraucht wurden.
Welche Traumata die Besatzungsherrschaft 1910 bis 1945 in Korea hinterlassen hat, kommt in den japanischen Schulbüchern wenig vor. Das Bild entstand 2018 in Seoul, wo an das Schicksal der „Trostfrauen“ erinnert wurde, die als Zwangsprostituierte für Japans Soldaten missbraucht wurden.
Chung Sung-Ju

Noch 81 Jahre nach dem Krieg verfolgen Südkoreaner mit Empörung, wie einseitig die offizielle Erinnerung in Tokio ist. Dennoch haben beide Länder ein größeres Problem als die Geschichte.

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Am Samstag wurde in Seoul und Tokio der gleiche Jahrestag gefeiert – nur aus gänzlich anderer Perspektive. In Südkorea sowie in vielen anderen Ländern Südostasiens beging man den 15. August als 81. Jahrestag der Befreiung, in Japan hingegen hat er sich als Tag des Gedenkens an die 2,5 Millionen eigenen Kriegstoten etabliert. Diese Täter-Opfer-Umkehr löst regelmäßig große Entrüstung in den Nachbarländern aus.

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