Wenn deutsche Politiker nach Katar reisen, wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an diesem Mittwoch, dann müssen sie sich auf eines gefasst machen: Zuhause ernten sie Kritik. Das merkte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, als er nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nach Doha flog, um dort einen Gas-Deal einzutüten, und sich aus Sicht vieler ein wenig zu tief vor dem Gastgeber verneigte. Oder als Kanzler Olaf Scholz nach dem Hamas-Massaker des 7. Oktober bald Katars Emir Tamim bin Hamad al-Thani in Berlin empfing.
MeinungNahostKatar leistet mehr für den Frieden als die Bundesrepublik

Kommentar von Dunja Ramadan
Lesezeit: 3 Min.

Das kleine Golfemirat spielt eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas. Und bietet ein Beispiel für einen Pragmatismus, der womöglich aussichtsreicher ist als einseitige deutsche Parteinahme.
