Krieg in Gaza:Feuerpause mit Nebeneffekt

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Zuletzt wurden acht israelische Soldaten bei einem Einsatz in Rafah getötet. (Foto: Tsafrir Abayov/dpa)

Israel will aus humanitären Gründen die Kampfhandlungen unterbrechen. Das ist überfällig. Es könnte auch ein Zeichen dafür sein, dass Benjamin Netanjahu den Rückhalt des Militärs verliert.

Kommentar von Tomas Avenarius

Israels Armee hat verkündet, dass sie das Kämpfen im Süden Gazas täglich zwischen acht Uhr morgens und sieben Uhr abends einstellen wird – aus humanitären Gründen. Nein, das ist sicher nicht das Ende des Gaza-Kriegs: Vor und nach dieser „taktischen Feuerpause“ und außerhalb eines schmalen Korridors für die Abwicklung der Hilfe wird weiter Krieg gegen die Hamas geführt. Die Generale wollen nur ermöglichen, dass Lkws mit Wasser und Essen vom Grenzübergang Kerem Schalom in die Verteilzentren im Süden des Gazastreifens fahren können, ohne zwischen die Fronten zu geraten.

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