Der belgische Premierminister Bart De Wever verordnet seinem Land eine konservative Schocktherapie, die an das Erbe von Margaret Thatcher erinnert. Er will, wie die britische Premierministerin in den Achtzigerjahren, Staatsausgaben streichen, Sozialleistungen kürzen, die Wirtschaft entfesseln. Das Land ist in Aufruhr, die Gewerkschaften machen mobil, und möglicherweise fegt der Protest der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer De Wever demnächst aus dem Amt. Unabhängig davon lohnt es sich jedoch für ganz Europa, auf das kleine Land Belgien zu blicken.
MeinungStaatsverschuldungEin Regierungschef, der die Wahrheit sagt

Kommentar von Josef Kelnberger
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Ob Bart De Wever mit seiner Schocktherapie das Land aus seiner Lähmung befreien wird, mag man bezweifeln. Aber mit seinem Stil taugt er zum Vorbild.
