Zum Tod von Albrecht WeinbergDie Berichte von Holocaust-Zeitzeugen sind durch nichts zu ersetzen

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„Diese jungen Leute heute? Sie sind so wunderbar.“ Albrecht Weinberg und seine Begleiterin Gerda Dänekas in ihrer Wohnung in Ostfriesland.
„Diese jungen Leute heute? Sie sind so wunderbar.“ Albrecht Weinberg und seine Begleiterin Gerda Dänekas in ihrer Wohnung in Ostfriesland. Sina Schuldt/dpa

Der Shoah-Überlebende Albrecht Weinberg ist tot. Er war fast 100, als er zum Kritiker von Friedrich Merz und der AfD wurde und sein Bundesverdienstkreuz zurückgab. Was er aber nie aufgab: seinen Optimismus.

Kommentar von Joachim Käppner

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Am Anfang stand die Ausgrenzung, wie Albrecht Weinberg einmal im Gespräch mit der SZ erzählte. Sein bester Freund sagte ihm: „Mama hat gesagt, ich darf nicht mehr mit dir spielen, du bist ein Jude. Ich habe damals sehr geweint.“ Weinberg wurde 1925 in Ostfriesland geboren, als Kind einer jüdischen Familie, die dann fast vollständig im Holocaust ausgelöscht wurde. Er überlebte ein Martyrium: Zwangsarbeit, das Vernichtungslager Auschwitz, die Todesmärsche der SS 1945. Nach der Befreiung wanderten er und seine Schwester in die USA aus, er betrieb in Harlem einen Metzgerladen und hatte nicht vor, jemals ins Land der Täter zurückzukehren.

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Holocaust-Überlebender Weinberg
:„Wieso sind alle umgekommen, und ich bin noch hier?“

Der Zeitzeuge Albrecht Weinberg fühlt mit 98 die Verpflichtung, seine Erinnerungen mit jungen Menschen zu teilen. Ein Gespräch über die NS-Zeit in Ostfriesland, den Überlebenskampf im Vernichtungslager Auschwitz und ein Familienfoto, das zugleich ein Wunder ist.

SZ PlusInterview von Joachim Käppner

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