AfD:Hauptsache Krawall

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AfD: So kommen sie nicht mehr zusammen: Konrad Adam, Bernd Lucke und Alexander Gauland beim Gründungsparteitag der AfD im April 2013.

So kommen sie nicht mehr zusammen: Konrad Adam, Bernd Lucke und Alexander Gauland beim Gründungsparteitag der AfD im April 2013.

(Foto: imago stock&people/imago/Christian Ditsch)

Seit zehn Jahren bietet die AfD ihr Kontrastprogramm feil. Zu Beginn wollte sie noch einen soliden Eindruck machen. Inzwischen zählt nur noch die Gegnerschaft zu allen anderen - egal wie abwegig das ist. 

Kommentar von Roland Preuß

Die AfD ist ihrem Namen auf verquere Art gerecht geworden. Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren bietet sie Alternativen zu den anderen Parteien im Bundestag feil, inzwischen reicht das Spektrum von einer radikal harten Asylpolitik über eine russlandfreundliche Haltung im Ukrainekrieg bis hin zur Ablehnung der Energiewende, die den Deutschen angeblich den wirtschaftlichen Untergang bringt. So gesehen löst die Partei ihren Anspruch ein, Antworten anzubieten, die sonst niemand vertritt. Und das sogar noch mehr als bei ihrer Gründung. Da ging es den Initiatoren um den Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke und den Publizisten Konrad Adam vor allem um eine Auflösung des Euro-Systems, davon abgesehen aber sollte vieles so bleiben, wie es war. Nur: Alternativen sind kein Wert an sich. Das, was die AfD anbietet, ist kein Gewinn. Weder die Forderungen selbst, noch die Art, in der sie vorgetragen werden.

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