Regelmäßig fahre ich in Kalifornien an Menschentrauben mit Protestschildern vorbei: „NO KINGS!“ „Veto the Cheato!“ „Abolish ICE!“ und „Epsteins best buddy“ steht auf ihren handgemalten Plakaten. Jeden Tag findet im Umkreis von 20 Meilen mindestens eine Demo statt, seit den wie ein Mord wirkenden Todesschüssen eines vermummten ICE-Agenten auf Renee Nicole Good, eine 37-jährige Amerikanerin und dreifache Mutter, in Minneapolis schwellen im ganzen Land Proteste an. Überwiegend ältere, grauhaarige Menschen stehen winkend am Pacific Coast Highway, als warteten sie auf den Karnevalszug der Vernunft. Ich hupe dann immer zustimmend und frage mich gleichzeitig: Ob die wohl was bewirken? Oder ist das hier nur politisches Nordic Walking?
MeinungUSAKeine Krone, kein König: Amerika wacht auf

Kolumne von Michaela Haas
Lesezeit: 4 Min.

Die wachsende Zahl der Demonstranten gegen Trump erinnert an etwas sehr Amerikanisches: Macht ist nur geliehen. Und die tödlichen Schüsse eines ICE-Agenten auf eine 37-jährige Mutter lassen den Zorn noch anschwellen
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