MeinungSozialpolitikDas Schicksal kann so gemein sein

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Kolumne von Heribert Prantl

Lesezeit: 4 Min.

Der eine wird mit dem silbernen Löffel im Mund geboren, der andere in der Gosse: Da ist es gut, wenn Menschen, wie hier am 10. Februar in Bremen, für mehr Inklusion eintreten.
Der eine wird mit dem silbernen Löffel im Mund geboren, der andere in der Gosse: Da ist es gut, wenn Menschen, wie hier am 10. Februar in Bremen, für mehr Inklusion eintreten. Sina Schuldt/Sina Schuldt/dpa

Zum „Welttag der sozialen Gerechtigkeit“ an diesem Freitag: Manche Menschen hat es hart getroffen. Aufgabe einer demokratischen Gesellschaft ist es, ihnen immer zu versichern, dass sie dazugehören.

Es ist ein ebenso bedauerliches wie ein demokratiewidriges Faktum: Das Leben beginnt ungerecht, und es endet ungerecht – und dazwischen ist es oft nicht viel besser. Der eine wird mit dem silbernen Löffel im Mund geboren, der andere in der Gosse. Die eine zieht bei der Lotterie der Natur das große Los, die andere die Niete. Der eine erbt Talent und Durchsetzungskraft, der andere Aids und Antriebsschwäche. Die eine ist ihr Leben lang gesund, die andere wird mit einer schweren Behinderung geboren. Die Natur ist ein Gerechtigkeitsrisiko.

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