MeinungInfrastruktur-GesetzWo Maus und Lurch gegen die Autobahn verlieren

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Kommentar von Michael Bauchmüller

Lesezeit: 2 Min.

So ist es der Koalition recht – Autobahn statt Wiesen, hier ein Bild des Autobahndreiecks Bochum-West.
So ist es der Koalition recht – Autobahn statt Wiesen, hier ein Bild des Autobahndreiecks Bochum-West. (Foto: Hans Blossey/imageBROKER/mauritius images)

Die Regierung einigt sich auf mehr Tempo beim Bau neuer Straßen oder Brücken und lockert deshalb die Vorschriften für Umweltschutz. Das öffentliche Interesse an einer intakten Natur? Halb so wild.

Mäuse und Lurche haben es nicht leicht im Land. Nicht nur, dass sie einander in freier Natur immer seltener zu sehen bekommen, sich dafür aber häufiger auf der Roten Liste wiederfinden. Nein, jetzt sollen sie auch noch schuld daran sein, dass so wenig vorangeht. Dass sich Baustellen bei der Bahn ziehen oder Menschen im Stau stehen, weil sie nicht Autobahn fahren dürfen, sondern nur Landstraße. Jedenfalls sieht Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder eins der großen Probleme des Landes in überbordenden Umweltprüfungen. „Und jede Maus, jeder Lurch führt dazu, dass wir jahrelange Verzögerungen haben“, klagt Söder. Es gibt eben immer noch zu viele davon im Land. Noch.

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