Die Klimakonferenz von Belém, so hatte Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva angekündigt, werde eine „Konferenz der Wahrheit“. Es klang ein bisschen nach Verheißung und ein bisschen nach Drohung. Aber welcher Wahrheit? Über den Klimaschutz? Die globale Politik? Am Ende dieser mehr als mäßig verlaufenen Konferenz muss man sagen: Die Stunde der Wahrheit hat in Belém vor allem für die Europäer geschlagen.
MeinungCOP30Für die Europäer schlägt nach der Weltklimakonferenz die Stunde der Wahrheit
Kommentar von Michael Bauchmüller
Lesezeit: 3 Min.

Windräder drehen sich vor der Kulisse des Braunkohlekraftwerkes Schkopau in Sachsen-Anhalt: An Alternativen zu Öl, Gas und Kohle mangelt es nicht.
Hendrik Schmidt/dpaDie Konferenz in Belém nimmt vor allem für Deutschland und seine Partner ein ernüchterndes Ende: Sie haben die Führungsrolle endgültig verloren. Sie müssen beginnen, Klimapolitik neu zu denken.
