Der große Kriseneintopf der Gegenwart köchelt vor sich hin, und es blubbert eine unschöne Blase nach der anderen hoch. Momentan lassen sich die einzelnen Inhaltsstoffe in diesem Topf des Grauens schwer identifizieren, zu stark ist der Gestank der köchelnden Gesamtlage. Doch eine Grundzutat dieses Eintopfs ist natürlich der Klimawandel, der zum einen stetig voranschreitet und zum anderen im Bewusstsein vieler Menschen in den Hintergrund gerückt ist. Derzeit läuft bei der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém die zweite Woche, und was da verhandelt wird, zählt nun eher nicht zu den größten Aufregern in einer permanent aufgeregten Öffentlichkeit. Stattdessen löst das Thema Resignation, Erschöpfung und Verdrängungswünsche aus. Daran hat auch die Klimabewegung einen Anteil: Sie hat ihr Hauptanliegen verkocht und mit polarisierenden Positionen auch Menschen verprellt, die alles andere als Klimaleugner sind.
Meinung„Fridays for Future“Was bitteschön hat Palästina mit Klimaschutz zu tun?

Kommentar von Sebastian Herrmann
Lesezeit: 3 Min.

Der Sound, der weite Teile der Bewegung dominiert, klingt nach linken Identitätsdiskursen. Doch diese haben vor allem Zwietracht gesät. Anhänger für ein wichtiges Anliegen gewinnt man so nicht.
