Kinderstationen:Kinder sind unsere Zukunft? Nicht im deutschen Gesundheitswesen

Lesezeit: 2 min

Kinderstationen: Das Personal auf Kinderstationen setzt viel daran, den Krankenhausaufenthalt für die kleinen Patienten erträglich zu machen - mit Kuscheltieren und bunten Farben. Doch der Pflegemangel führt dazu, dass für viele kranke Kinder gar kein Platz frei ist.

Das Personal auf Kinderstationen setzt viel daran, den Krankenhausaufenthalt für die kleinen Patienten erträglich zu machen - mit Kuscheltieren und bunten Farben. Doch der Pflegemangel führt dazu, dass für viele kranke Kinder gar kein Platz frei ist.

(Foto: Catherina Hess/Catherina Hess)

Wegen überfüllter Stationen müssen kranke Kinder durch die ganze Republik gekarrt werden. Durch Lauterbachs Gesundheitsreform soll es mehr Geld für die Pädiatrie geben. Doch ein viel größeres Problem bleibt.

Kommentar von Michaela Schwinn

Es gleicht einem Glücksspiel: Vielleicht wird ein Platz frei. Vielleicht nicht. Vielleicht darf das Baby mit Herzfehler bleiben. Vielleicht nicht. Vielleicht kann der Junge mit Hirntumor heute operiert werden. Vielleicht aber auch nicht. So ist derzeit der erschreckende Alltag auf deutschen Kinderstationen. Wegen Pflegemangel und jahrelanger Unterfinanzierung der Kinderheilkunde müssen Stationen gesperrt und kleine Patienten und Patientinnen für eine Behandlung quer durch die Republik gekarrt werden. Die Kinder sind unsere Zukunft? Nicht im deutschen Gesundheitswesen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Wir 4
Sabbatical
Auf Weltreise mit Kindern
Curry
Essen und Trinken
"Man muss einem Curry in der Zubereitung viel Aufmerksamkeit schenken"
Medizin
Ist doch nur psychisch
Datenschutz
Staatliche Kontrolle durch die Hintertür
alles liebe
Liebe und Partnerschaft
»Deshalb muss man sich nicht gleich trennen«
Zur SZ-Startseite