Familienpolitik:Wer viel hat, bekommt noch mehr

Familienpolitik: Nur die Gutverdienenden im Blick? Christian Lindner, Bundesfinanzminister.

Nur die Gutverdienenden im Blick? Christian Lindner, Bundesfinanzminister.

(Foto: Hannes P Albert/dpa)

Gutverdienende, die Kinder großziehen, können sich bald über weitere Steuererleichterungen freuen. Gerecht ist das nicht.

Kommentar von Johanna Pfund

Die meisten Menschen bekommen Kinder, weil sie dies wollen. Nicht, um Kindergeld zu kassieren oder um sich höhere Steuerfreibeträge zu sichern. Eltern in Deutschland können grundsätzlich nicht klagen: Die derzeit 250 Euro pro Kind und Monat - im Prinzip eine Vorwegnahme des Steuerfreibetrags - erleichtern es durchaus, Kleidung, Essen und Ausflüge zu finanzieren. Daran gibt es nichts zu meckern; auch nicht daran, dass Kinder von Bürgergeldempfängern stärker unterstützt werden. Befremdlich ist jedoch, dass das Finanzministerium nun die Kinderfreibeträge anheben will, nicht aber das Kindergeld. Dadurch würden Besserverdiener profitieren.

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