MeinungKatholikentagFriedfertigkeit sollte mehr sein als das friedfertige Gerede eines Pontifex paximus

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Kolumne von Heribert Prantl

Lesezeit: 3 Min.

Papst Leo XIV. lässt in Kamerum in einer Kathedrale eine weiße Taube fliegen.
Papst Leo XIV. lässt in Kamerum in einer Kathedrale eine weiße Taube fliegen. Andrew Medichini/AP/dpa

Der Kirche fehlt Kraft. Die könnte sie finden, indem sie nicht nur Defizite aufarbeitet, sondern Visionen zeigt. So will es auch Papst Leo.

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Kurz vor Pfingsten wartet die katholische Kirche auf ein Pfingstwunder; der Ort dieses Wartens ist der Katholikentag in Würzburg. Er beginnt am kommenden Mittwoch, am 13. Mai; und er endet vier Tage später, eine Woche vor dem Pfingstsonntag. An diesen fünf Tagen und mit 900 Veranstaltungen soll dort in Würzburg das Wunder passieren, das dem Evangelium zufolge vor zweitausend Jahren in Jerusalem passiert ist: Die Apostel, also die Anhänger des hingerichteten Revolutionärs Jesus Christus, wurden von einer kreativen Kraft und einem unbändigen Glauben gepackt. Sie hatten sich, verfolgt von der römischen Besatzungsmacht, verkrochen, als auf einmal überirdische Power über sie kam. Sie trauten sich wieder unter die Leute, sie suchten die Öffentlichkeit, sie fanden dort die richtigen, die überzeugenden Worte; jeder verstand sie, sie predigten wie entfesselt. Sie spürten eine himmlische Kraft. Sie wird der „Heilige Geist“ genannt. Er wird an Pfingsten gefeiert.

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