MeinungWeltordnungCarneys Angebot an Europa ist zukunftsorientiert

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Kommentar von Viktoria Großmann

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Kanadas Premier Mark Carney, hier bei einem Auftritt vergangene Woche, sieht sich als Realist: Die bisher geltende Weltordnung sei verloren.
Kanadas Premier Mark Carney, hier bei einem Auftritt vergangene Woche, sieht sich als Realist: Die bisher geltende Weltordnung sei verloren. Mathieu Belanger/REUTERS

In Davos zitiert der kanadische Premier den Tschechen Václav Havel. Das ist nicht hoffnungslos nostalgisch, das birgt eine mögliche Lösung in der internationalen Politik.

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Was tut man in verworrenen politischen Zeiten, um Orientierung zu finden? Mark Carney liest Václav Havel. Der kanadische Premier hat sich vor seiner Reise nach „Europa“ mit dem Werk des 2011 verstorbenen tschechischen Dramatikers, Dissidenten und späteren Präsidenten befasst. In seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zitierte Carney ausführlich aus Havels 1978 erschienenem Essay „Macht der Machtlosen“. Darin geht es um das Leben in der Lüge – aus Furcht, Anpassungsdruck, Mangel an unabhängigem Denken.

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