MeinungFall Hanna WörndlDie Justiz muss endlich Konsequenzen aus ihren Fehlern ziehen

Kommentar von Benedikt Warmbrunn

Lesezeit: 3 Min.

Im Dorf wird er weiter als Mörder bezeichnet: der längst freigesprochene Sebastian T. aus Aschau, hier mit seiner Mutter Iris.
Im Dorf wird er weiter als Mörder bezeichnet: der längst freigesprochene Sebastian T. aus Aschau, hier mit seiner Mutter Iris. Lorenz Mehrlich

Aschau, Tegernsee, Niedersachsen: drei Beispiele, in denen Richter und Staatsanwältinnen das Leben unschuldiger Menschen zerstörten. In anderen Berufen müsste man nach derlei abtreten.  Aber hier? Passiert nichts.

In den meisten Berufen haben Fehler Konsequenzen. Vergangene Woche hatte der Fußballbundesligist Union Berlin seinen Trainer Steffen Baumgart entlassen, nach nur neun Punkten aus zwölf Rückrundenspielen. Nachdem die Leiterin des New Yorker ZDF-Studios KI-generierte Bilder in einem Beitrag fürs „Heute-Journal“ verwendet hatte, zog der Sender sie von dort ab. Und in München verkündete Dieter Reiter nach der krachend verlorenen Oberbürgermeisterwahl das Ende seiner politischen Karriere. Wer hingegen nach Fehlern, selbst nach fatalen, wenig zu befürchten hat, das sind Richterinnen, Staatsanwälte und Ermittler.

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:Aschau – Ein Dorf sucht einen Mörder

Die Studentin Hanna Wörndl feiert in der Disko "Eiskeller". Am nächsten Tag treibt ihre Leiche in einem Fluss. Schnell ist ein Schuldiger gefunden: Der stille Sebastian T. Aber ist er wirklich der Mörder? Hören Sie jetzt die Geschichte eines unglaublichen Justizirrtums.

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