Der Meister ist tot. Die Verehrung, die dem jetzt im Alter von 96 Jahren gestorbenen Jürgen Habermas aus Gummersbach zuteilgeworden ist, ist groß. In den vergangenen Jahren hatte sie sich zunehmend gelöst von seinen Schriften, ja auch vom Inhalt seiner öffentlichen Interventionen als Intellektueller. Man sonnte sich in dem Superlativ, den berühmtesten und einflussreichsten lebenden Philosophen der Welt bei sich in Deutschland zu haben. Es war ein bisschen so wie bei „Wir sind Papst“.
MeinungJürgen HabermasNie wieder Dogmatismus und Fanatismus

Kommentar von Johan Schloemann
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Der Philosoph hat das Land zum Denken und Debattieren angestiftet. Auch wenn sich viele seiner politischen Hoffnungen bis zum Lebensende nicht erfüllt haben. Er befand: Man muss es trotzdem versuchen.
