SPD:Hamburg und "das System Kahrs"

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SPD: Johannes Kahrs ist vor zwei Jahren überraschend von allen Ämtern zurückgetreten und gilt als eine mögliche Hamburger Schlüsselfigur im Cum-Ex-Skandal.

Johannes Kahrs ist vor zwei Jahren überraschend von allen Ämtern zurückgetreten und gilt als eine mögliche Hamburger Schlüsselfigur im Cum-Ex-Skandal.

(Foto: stefan zeitz; via www.imago-images.de/imago images / Stefan Zeitz)

Nicht erst die 200 000 Euro im Schließfach des ehemaligen Strippenziehers werfen die Frage auf: Pflegen die Sozialdemokraten in der Hansestadt vielleicht ein zu gutes, zu enges Verhältnis zu den Reichen und Mächtigen?

Kommentar von Peter Burghardt

Es muss ein Kulturschock gewesen sein, als bayerischer Linker Anfang der Neunzigerjahre bei der Hamburger SPD einzusteigen. Dort die Underdogs aus dem Süden, die gegen die CSU im stellenweise sumpfigen Voralpenland untergingen; hier die Seriensieger aus dem Norden, die beste Beziehungen zu Pfeffersäcken pflegten und Bürgermeister in Serie stellten. Inzwischen haben die Genossen da oben sogar ihren zweiten Bundeskanzler hervorgebracht.

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