Als Olaf Scholz Anfang des Jahres Washington besuchte, lobte ihn der Gastgeber Joe Biden quasi als Anführer der freien Welt. Der Kanzler zeige leadership, er habe längst seine Hilfe für die Ukraine verdoppelt, sagte der Präsident – der US-Kongress hingegen zögere noch. Womöglich wollte Biden die widerspenstigen Republikaner im Kongress damit reizen, dass selbst der frühere Jungsozialist Scholz aus Germany zupackender sei als sie. Ein bisschen aber durfte sich Scholz durchaus gelobt fühlen: Zwischen Biden und ihm sind Respekt und eine beinahe freundschaftliche Nähe gewachsen.
MeinungUSADer große Bruder sagt den Deutschen jetzt Goodbye

Kommentar von Nicolas Richter
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Joe Biden kommt an diesem Freitag zum Abschiedsbesuch nach Berlin. Nach der Präsidentenwahl am 5. November wird das Verhältnis zwischen den beiden Verbündeten entweder anders oder ganz anders.
