Aktuelles LexikonMetropolitan Correctional Center

Das Metropolitan Correctional Center in New York. 
Das Metropolitan Correctional Center in New York. 
DON EMMERT

Haftanstalt in einem Hochhaus in New York, in der auch Sexualstraftäter Jeffrey Epstein einsaß.

Von Reymer Klüver

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Allein schon die Beinamen, die ehemalige Insassen dem Metropolitan Correctional Center (MCC) in New York gegeben haben,   zeigen an, dass es ein Ort von abgründiger Finsternis sein muss. Einer beschrieb es als „Guantanamo von Manhattan“, ein anderer nannte es schlicht „die Hölle“. Die düstere Haftanstalt, 1975 mit einer Fassade aus rostbraunem Klinker errichtet, war das erste Gefängnis Amerikas in einem Hochhaus. In einer der Einzelzellen im Hochsicherheitstrakt des Gebäudes, der sogenannten Special Housing Unit, wurde 2019 der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein tot aufgefunden, der dort auf einen weiteren Prozess gewartet hatte. Die mysteriösen Umstände seines Ablebens und schon lange vorher festgestellte hygienische Probleme führten schließlich zwei Jahre später dazu, dass das MCC geschlossen worden ist – offiziell vorübergehend. Epstein war nicht der einzige Promi-Häftling in dem von den Bundesbehörden betriebenen Gefängnis. Islamistische Terroristen saßen hier ein, genauso wie der russische Waffenschieber Wiktor But, der mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán, genannt El Chapo, oder der Wall-Street-Großbetrüger Bernie Madoff.

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