MeinungBrasilienDer Prozess gegen Bolsonaro war richtig, auch wenn der Ex-Präsident am Ende nicht ins Gefängnis geht

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Kommentar von Jan Heidtmann

Lesezeit: 2 Min.

Die Anhänger Bolsonaros mobilisieren bereits für größere Proteste. Politisch ist Brasilien so gespalten wie nur wenige Länder.
Die Anhänger Bolsonaros mobilisieren bereits für größere Proteste. Politisch ist Brasilien so gespalten wie nur wenige Länder. Amanda Perobelli/Reuters

Wegen eines versuchten Staatsstreichs wird der Rechtspopulist zu 27 Jahren in Haft verurteilt. Dieser Richterspruch wird die Geschichte des Landes prägen – die Nation aber kaum befrieden.

Mehr als 27 Jahre Haft für Brasiliens Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro – das Urteil des Obersten Gerichtshofs des Landes wird zu Recht als epochaler, gar historischer Richterspruch gefeiert. Epochal, weil er ein Beweis dafür ist, dass die Institutionen dieser ja noch jungen Demokratie funktionieren. Historisch, weil in der putschreichen Geschichte des Landes bisher noch kein Beteiligter dafür verurteilt worden ist. Befrieden wird dieses Urteil die größte Nation Lateinamerikas jedoch kaum.

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Brasilien
:27 Jahre Haft: Ein Urteil gegen viele Widerstände

Der brasilianische Ex-Präsident Jair Bolsonaro wird vom Obersten Gericht verurteilt, da er mit Getreuen einen Staatsstreich geplant habe. Das Urteil könnte Donald Trump als Affront auffassen – die Reaktion aus den USA kommt prompt.

SZ PlusVon Jan Heidtmann und Benedikt Peters

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